16. August 2018Departement

Einsatz von Kulturagentinnen und -agenten an Thurgauer Schulen

Die Stiftung Mercator Schweiz führt in Kooperation mit verschiedenen Kantonen das Projekt «Kulturagenten – für kreative Schulen» durch. Von 2018-2023 werden insgesamt 18 Schulen, darunter zwei aus dem Thurgau teilnehmen können. Ziel des Projekts ist es, die Teilhabe der Schülerinnen und Schüler an Kunst und Kultur zu fördern. Für die Umsetzung des Projekts hat der Regierungsrat des Kantons Thurgau einen Rahmenkredit von 100 000 Franken aus dem Lotteriefonds bewilligt.

Kern des Projekts «Kulturagenten – für kreative Schulen» sind sogenannte Kulturagentinnen und Kulturagenten, die über den Zeitraum von vier Jahren an den teilnehmenden Schulen eingesetzt werden. Die Agentinnen und Agenten kennen sich mit Kultur aus, sind oft selbst künstlerisch tätig und in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erfahren. Sie haben die Aufgabe, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern, den Lehrpersonen, der Schulleitung, den Eltern, den Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen ein umfassendes Angebot an kultureller Bildung zu entwickeln und durchzuführen.

Der Kanton Thurgau nimmt im Verbund mit den Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden am Projekt teil. Pro Kanton oder Kantonsverbund können sechs Schulen im Bereich der Volksschule teilnehmen. Im Kanton Thurgau werden es demnach zwei Schulen sein. Den teilnehmenden Schulen wird ein Kunstgeld zur Verfügung gestellt, mit dem sie kulturelle Projekte in Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden und Kulturinstitutionen der Region durchführen können.

Die Aufwendungen für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 4,3 Millionen Franken, wovon die Stiftung Mercator Schweiz 3,4 Millionen Franken übernimmt. Die teilnehmenden Kantone begleichen die Kosten für das Kunstgeld, das sich pro Schule und Schuljahr auf 12 500 Franken beläuft. Somit ergibt sich für den Kanton Thurgau für zwei Schulen für vier Jahre der Betrag von 100 000 Franken. Die Schulen stellen die notwendigen personellen Ressourcen bereit und können sich freiwillig mit zusätzlichen Mitteln an der Finanzierung der Projekte an den Schulen beteiligen.